Die Provinz Sancti Spiritus

Die sehenswerte Provinz Sancti Spiritus liegt in Zentral-Kuba. Ein Großteil der Provinz ist von der Landwirtschaft geprägt. In den ländlichen Regionen wird Zucker angebaut, Vieh gezüchtet und auch der Anbau von Reis und Tabak ist erwähnenswert. Touristen aus aller Welt schätzen die facettenreiche Provinz, welche mit den wunderschönen Kolonialstädten Sancti Spiritus und Trinidad aufwartet.

Sancti Spiritus:
Die Provinzhauptstadt wurde im Jahre 1514 von der spanischen Kolonialmacht gegründet. Sancti Spiritus liegt heute am Rio Yayabo. Die Kolonialstadt erlangte durch den Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrohr Reichtum. Sancti Spiritus ist für ihr koloniales Stadtzentrum, welches restauriert wurde, bekannt. Die Stadt ist noch nicht von allzu vielen Touristen überlaufen und daher bieten wunderschöne Plätze und kleine Parks Ruhe und Erholung.

Sehenswürdigkeiten in Sancti Spiritus Stadt:
Zu den beduetendsten Sehenswürdigkeiten zählt die mittelalterliche Yayabo-Brücke. Dieses anmutige Bauwerk wurde über den Fluss Yayabo errichtet. Die unter Denkmalschutz stehende Brücke ist für ihre gigantischen Terrakottabögen bekannt. Das Teatro Principal wurde im Jahre 1876 errichtet und 1989 von Grund auf restauriert. Das Theater ist in einem Gebäude aus der Kolonialzeit untergebracht. Der Parque Serafin Sanchez ist Zentrum der Provinzhauptstadt. Einheimische und Besucher aus aller Welt genießen hier erholsame Stunden im Park. Um den Park wurden eindrucksvolle klassizistische Bauwerke errichtet. Sehenswert ist das Centro de Patrimonio, welches mit seinen Buntglasfenstern und Mosaiken begeistert. Interessant ist auch der Besuch der Biblioteca. Ein lohnenswertes Ziel ist das Museo de Art Colonila, in welchem nicht nur Möbelstücke, sondern auch Porzellan ausgestellt werden. Besucher können auch beeindruckende Gegenstände aus Kristall und Gemälde bewundern. Eine sakrale Attraktion stellt die Kirche Parroquial Mayor del Espiritu Santo dar. Es handelt sich hierbei um die größte Kirche der Provinzhauptstadt, welche im Jahre 1522 errichtet wurde. Nach einem Piratenangriff brannte der Holzbau nieder und erst 168ß0 wurde sie wieder aufgebaut. Die Kirche begeistert durch ihren romanischen Baustil. Im 18. Jahrhundert kam ein dreistöckuger Glockenturm hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde eine Kapelle hinzugefügt.

Altstadt von Trinidad

Altstadt von Trinidad ©iStockphoto/tunart

Trinidad:
Die 36.000 Einwohner Stadt liegt an der südlichen Küste Zentral-Kubas. Trinidad ist die bei Touristen bekannteste Stadt in der Provinz Sancti Spiritus. Sie wurde 1514 von spanischen Seefahrern entdeckt und auf Grund der idealen Lage entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Entdeckungsfahrten und Eroberungszüge. Im 19. Jahrhundert zählte die Stadt zu den wichtigsten Zuckermetropolen auf der gesamten Insel. Der Anbindung an das Straßennetz verhalf der Stadt in den 50ern zum wirtschaftlichen Aufschwung, da folglich der Handel aufblühen konnte. Im Jahre 1988 erklärte die UNESCO die Zuckerrohrplantagen zum Welterbe.

Sehenswürdigkeiten in Trinidad:
Zu den bekanntesten Touristenattraktionen zählt der Plaza Mayor. Dieser Platz versprüht das Flair längst vergangener Zeiten. Rund um den Plaza Mayor wurden imposante koloniale Bauten errichtet. Sehenswert ist das Museo Romantico, welches im einstigen Palacio Brunet untergebracht ist. Ein weiteres Highlight stellt das Architekturmuseum dar. Bei einem Bummel durch das koloniale Stadtzentrum können sich Touristen über gut erhaltene Bauwerke freuen. Die Stadt ist noch nicht von Touristen überlaufen.

Ausflugsziele nahe Trinidad:
In der Nähe der Stadt Trinidad liegt der sehenswerte Nationalpark Topes de Collantes , welcher bei Jung und Alt sehr beliebt ist. Der Nationalpark ist in der Sierra de Escambray gelegen und begeistert Naturliebhaber mit seiner Vielfalt. Urlauber können nicht nur gebirgige Regionen erkunden, sondern auch unterirdische Höhlen erforschen. Spaziergänge führen durch Regen-, Pinien- und Laubwälder, vorbei an faszinierenden Wasserfällen bis hin zu romantischen Seen. Touristen können sowohl eine breite Palette an unterschiedlichen Tieren und Pflanzen kennen lernen. Der Topes de Collantes ist auch ein beliebtes Gebiet bei Wanderern. Im Nationalpark liegen 2 Wanderrouten, welche durch eine facettenreiche Landschaft führen. Wanderer können entweder die Höhle La Batata besuchen und weiter zur Hacienda Codina wandern, welche für ihre wunderschönen Orchideen und die Bambusgärten bekannt ist. Eine weitere Wanderroute führt quer durch den Regenwald und endet am Salto del Caburni.
Das Valle de los Ingenios wurde im Jahre 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Touristen aus aller Welt besuchen das weltbekannte Zuckerrohrtal, welches 65 geschichtsträchtige Stadten beherbergt. Sehenswert sind die historischen Zuckermühlen ebenso wie die einstigen Unterkünfte der Sklaven.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Torre de Iznaga. Dieser ist im Zentrum des Zuckerrohrtals zu finden. Der 50 Meter hohe Sklaventurm wurde 1816 errichtet, um die Sklaven bei ihrer Arbeit auf den Feldern zu beobachten.
Eine weitere Funktion des Turms war, Sklavenansammlungen zu erkennen und somit Aufständen vorzubeugen. Touristen können den 7-stöckigen Turm besteigen und eine herrliche Aussicht über das Tal genießen. Das Valle de los Ingenios wird in nördlicher Richtung von der Sierra del Escambray begrenzt, in südllicher Richtung liegen niedere Ausläufer zwischen dem Tal und dem Karibischen Meer. Angler können eine Fahrt zum Presa Zaza unternehmen. Der künstliche Stausee ist Heimat vieler Vögel und er ist für seinen Fischreichtum bekannt.

Strände:
Exotische Sandstrände und ideale Schnorchelbedingungen sind auch der Halbinsel Ancon zu finden.

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