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Die Top Sehenswürdigkeiten in Kuba

Kuba ist eine faszinierende Karibikinsel mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, historischem Charme, einzigartiger Kultur und traumhaftem Wetter. Aufgrund der Vielzahl an sehenswerten Orten und faszinierenden Eindrücken ist eine abschließende Aufzählung nicht möglich. Daher werden im folgenden die Top Sehenswürdigkeiten des Landes vorgestellt.

Havanna – Kubas berühmte Hauptstadt

Die Hauptstadt der Insel ist mit etwa 2,1 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Insel. Besucher landen am Internationalen Flughafen José Marti, der sich ca. 15 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Havanna befindet. Bereits auf der Fahrt in die Innenstadt fallen die extremen Gegensätze der Stadt auf. Prunkvolle Villen und neu renovierte Häuser und Geschäftsgebäude stehen im Gegensatz zu heruntergekommenen, oft verwahrlosten und verlassenen Gebäuden, die den wirtschaftlichen Verfall des Landes im vergangenen Jahrhundert widerspiegeln. Manche bezeichnen jedoch gerade dies als das, was den besonderen Flair dieser Stadt ausmacht. Auf jeden Fall gibt es in Havanna gerade kulturell, historisch und architektonisch einiges zu entdecken, ganz zu schweigen vom einmaligen karibischen Lebensstil.

Einer der schönen Bereiche der Stadt ist zweifelsohne die Altstadt „Habana Viejo“, die in den letzten Jahrzehnten so gut wie möglich restauriert und gepflegt wurde. Die historische Altstadt mit ihren beeindruckenden Gebäuden, Märkten, Gassen, Cafés und Bars gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist ein absolutes Muss für Besucher. Sie ist am besten zu Fuß zu entdecken, wobei man sich nicht scheuen sollte auch in kleinere, einheimische Gassen abzubiegen.

Havanna

Havanna ©iStockphoto/Vadim_Nefedov

Die Uferpromenade „Malecón“ ist eine malerische 7 Kilometer lange Strecke, die sich über 4 Stadtteile erstreckt und zum Schlendern und Genießen einlädt. Besonders beliebt bei Verliebten, die einen romantischen Spaziergang unternehmen möchten.

Der „Plaza de la Revolución“ ist ein großer besuchenswerter Platz, dessen 139 Meter hoher Obelisk (zu Ehren des kubanischen Nationalhelden José Marti) bereits von Weitem zu sehen ist. Regelmäßig wird dieser Platz für Großveranstaltungen wie Konzerte oder Feiern genutzt, die größtenteils für die Einheimischen und Besucher kostenlos sind.

Bei dem heutigen „Museo de la Revolutión“ handelt es sich um den ehemaligen Präsidentenpalast der Hauptstadt. In einem blutigen Kampf wurde der damalige Diktator Batista von den Revolutionären um Che Guevara und Fidel Castro vertrieben. Bis heute erinnern original Einschusslöcher in teilen des Gebäudes an diesen Kampf. Ein besonderes Highlight ist die Luxusyacht „Granma“, auf dem einst Che Guevara und Fidel Castro siegreich aus dem Exil nach Kuba zurückkehrten, die innerhalb des Museums ausgestellt ist.

Definitiv ist das „Kapitol“ ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Das unheimlich beeindruckende Gebäude ist seinem Namensvetter, dem amerikanischen Kapitol in Washington D.C., sehr ähnlich und fungierte auch bis 1959 als Sitz der Legislative des Landes. Heutzutage beherbergt das frisch renovierte Gebäude die Nationalbibliothek und die Akademie der Wissenschaften und ist für Besucher geöffnet.

Die ehemalige Verteidigungsfestung „Fortaleza de San Carlos de la Cabana“, mit zahlreichen Souvenirs aus Zeiten der sozialistischen Revolution, kann von jedem gegen Eintrittsgeld besichtigt werden. Die Festung bietet einen tollen Ausblick auf das Meer und die Stadt.

Havanna ist weltbekannt für sein einzigartiges Lebensgefühl. Vielen dürfte bekannt sein, dass Havanna genau aus diesem Grund die Wahlheimat des berühmten Schriftstellers Ernest Hemingway war und bis heute dessen Lieblingsbar „El Floridita“ und sein Lieblingshotel „Ambis Munday“ (in dem er 7 Jahre wohnte) beliebte Touristenattraktionen sind. Das Straßenbild wird auch heute noch von den charakteristischen Oldtimern, Bars mit den besten Rumspezialitäten der Welt (unbedingt das Nationalgetränk „Mojito“ genießen!), Restaurants mit karibischen Köstlichkeiten und kubanischer Lebensfreude geprägt. Als Besucher Havannas und des ganzen Landes sollte man sich jedoch bewusst sein, dass hier nach wie vor das sozialistische System herrscht und sich hiervon nicht beirren oder überraschen lassen. Das Konterfeit Ché Guevaras scheint beispielsweise allgegenwärtig zu sein. Ein weiteres Beispiel sind die Aufteilung von Einkaufsmöglichkeiten in Läden für Touristen (häufig auch mit westlichen Waren) und Läden für Einheimische, die rationiert (Planwirtschaft) Lebensmittel, in der ihnen jeweils zustehenden Menge, erhalten. Auch wenn das „Kubanische Modell“ des Sozialismus weltweit als funktionierend anerkannt wird, wirkt dies jedoch für Besucher häufig ungewohnt und fremd.

Santiago de Cuba – Stadt der Lebensfreude und Kultur

Die zweitgrößte Stadt (ca. 510.000 Einwohner) des Landes liegt an der südöstlichen Küste der Insel und ist ca. 850 Kilometer von Havanna entfernt. Mit knapp über 500 Jahren Geschichte handelt es sich um eine der ältesten Städte Kubas und gilt als Ursprungsregion der kubanischen Kultur. Die einstige Hauptstadt ist bekannt als Zentrum der kubanischen Musik (diese Art Musik erreichte weltweit Bekanntheit durch die Gruppe „Buena Vista Social Club“) und des Karnevals.

Die Stadt sieht sich berechtigterweise selbst als Zentrum der kubanischen Kultur. Dies wird von der Stadtverwaltung sichtlich unterstützt und gefördert. Die Stadt ist gespickt voll mit historischen, wunderschönen Gebäuden, die mittlerweile meist Museen beherbergen. Da Kultur einen großen Stellenwert einnimmt, sind Eintrittspreise für Museen oder Denkmäler meist sehr günstig. Beispiele für besuchenswerte Museen sind das „Museo Bacardi“ und das „Museo da Carnaval“. Beide Museen erzählen anschaulich die Geschichte und die Traditionen Kubas.

Eine ganz besondere Örtlichkeit ist der „Parque Céspedes“, ein großer Platz im Zentrum der Stadt, an dem sich das Rathaus und andere wichtige Gebäude befinden. Der Platz ist nach dem ersten kubanischen Präsidenten benannt und gilt als Symbol für die kubanische Unabhängigkeitsbewegung. Der Platz wurde unabänderlich in der Geschichte Kubas zementiert, als Fidel Castro am 01.01.1959 vom Balkon des Rathauses den Sieg der kubanischen Revolution verkündete.

Neben vielen weiteren Museen, Plätzen und Parks ist der „Cementerio Santa Ifigenia“ einen Besuch wert. Auf diesem prächtigen Friedhof befindet sich das beeindruckende Mausoleum des kubanischen Nationalhelden José Marti. Besucher können alle 30 Minuten einer Wachablösung der dreimännigen Ehrenwache beiwohnen.

In Santiago de Cuba ist die Lebensfreude spürbar. Besonders während des Karnevals, der auch bei Reisenden aus aller Welt ein absolutes Highlight ist.

Varadero – Sandstrandparadies

Wunderschöne, zuckerweiße Sandstrände wie aus Hochglanzmagazinen scheinen sich über ganz Kuba zu verteilen. In Varadero und dessen Umgebung haben sie sich jedoch besonders zahlreich versammelt. Damit wäre bereits die Hauptattraktion der Gegend genannt, die jährlich viele Besucher, vor allem die „Schönen und Reichen“ aus den USA, anlockt. Als beliebter Urlaubsort für vermögendere Personen aus den USA ist die Infrastruktur in dieser Stadt und Umgebung besonders gut ausgebaut. Viele (hochklassige) Hotels, Restaurants, Bars und Souvenirgeschäfte haben sich in dieser Gegend niedergelassen und bieten Besuchern die besonderen Wert auf Komfort legen, alles was das Herz begehrt. In dieser Gegend Kubas ist das Angebot an Freizeit- und Sportaktivitäten (insbesondere Wassersportarten) besonders hoch. Wer Interesse an der Geschichte und Kultur der Region hat, besucht am besten das „Museo Municipal“.

Santa Clara – Eine Stadt im Zeichen von Ché

Wie bereits im Titel erwähnt, steht die Stadt im Landesinneren Kubas im Zeichen des Revolutionsführers Ché Guevara. Ein Ausflug in die kleinere Stadt lohnt aufgrund der Architektur und des allgegenwärtigen Geistes des berühmten Revolutionärs. Auf dem „Plaza de la Revolutión“ befindet sich neben zahlreichen historischen Bauten auch das Mausoleum von Ché. Die Stadt legt genau wie der Rest des Landes großen Wert auf Kultur, daher sind auch in dieser Region zahlreiche Museen zu finden.

Trinidad – Zentrum der Kolonialzeit

Trinidad liegt an der Südküste der Insel und ist mit 75.000 Einwohnern eine mittelgroße aber bedeutende Stadt. Hier lag einst das kulturelle Zentrum der Kolonialzeit, was darauf zurückzuführen ist, dass die spanischen Kolonialherren besonders häufig den Hafen der Stadt nutzten. In der näheren Region um die Stadt waren und sind bis heute zahlreiche Zuckerrohrplantagen zu finden (diese waren zu Kolonialzeiten leider teilweise Schauplatz grausamer Sklaverei). Die Stadt und vor allem das Stadtzentrum erstrahlt nach wie vor im architektonischen Stile der und ist sehr gut erhalten. Besonders der Stadtkern lädt zum Bummeln und Bestaunen der malerischen Architektur ein. Als Besucher wundert man sich nicht darüber, dass die Stadt und ihre Umgebung zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Der „Plaza Major“ gilt als Zentrum der ehemaligen Kolonialzeit und dient heute mit seinen schönen Häusern und Kirchen als Treffpunkt für Einheimische und ist eine gute Örtlichkeit, um mit diesen ins Gespräch zu kommen. In den Straßen der Stadt wird nachmittags und abends in den Bars und Clubs Livemusik gespielt und dazu die ein oder andere Rumspezialität und berühmte kubanische Zigarre genossen.

Cayo Largo del Sur – Eine besondere Insel vor der Küste Kubas

Die beleibte Ausflugsinsel liegt vor der Südküste der Hauptinsel und ist wegen ihrer langen, weißen, feinen Sandstrände bekannt. Das Meer und die Insel sind Anlaufstelle für große Meeresschildkröten. Zu gewissen Zeiten kommen die Tiere an Land und legen ihre Eier im warmen Sand ab. Dieses besondere Naturspektakel kann nur an wenigen Orten der Erde beobachtet werden. Die Verwaltung der Insel legt großen Wert auf den Schutz der Tiere und ihre Brutstätten, es wurde eigens ein Zentrum zu deren Schutz eingerichtet. Besucher sollten sich angemessen verhalten, den Schildkröten ihre Freiheit einräumen und sich an die Handlungsanweisungen der Naturschützer halten. Unter diesen Umständen steht dem Beiwohnen dieses eindrucksvollen Ereignisses nichts im Wege.

Kubanische Lebensfreude als ideale Ergänzung der Sehenswürdigkeiten

Egal, für welche Sehenswürdigkeiten man sich bei einer Kuba-Reise entscheidet, wichtig ist, in jedem Falle die kubanische Lebensfreude aufzusaugen. An allen sehenswerten Örtlichkeiten wird das Leben gefeiert und die einheimische Musik, häufig zu Spezialitäten des Landes wie Rum oder Zigarren, genossen. Das Teilnehmen an der kubanischen Lebensweise ist für Besucher die ideale Ergänzung zu den zahlreichen, einzigartigen Sehenswürdigkeiten. Für die Besichtigung der zuvor genannten „Grund-Sehenswürdigkeiten“ sollten sich Besucher mindestens 2 Wochen Zeit nehmen.

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