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Die Geschichte Kubas

15. – 18. Jahrhundert:

Bevor der Seefahrer Kolumbus Kuba im Jahre 1492 entdeckte, wurde die Insel von Indianern bewohnt. Jedoch starb ein Großteil der Arawak Indianer, da neue Krankheiten eingeschleppt wurden. Im Jahre 1511 entstanden die ersten Siedlungen der spanische Kolonialmacht. Der Hafen von Havanna nahm in der Schifffahrt immer mehr an Bedeutung zu.

19. Jahrhundert:

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte die Zuckerrohr-Industrie einen Aufschwung. Somit wurden immer mehr dunkelhäutige Mensche versklavt, um mehr Zuckerrohr anbauen zu können. Es wurden vergebliche Versuche unternommen, die Unabhängigkeit von Spanien zu erlangen. Von 1867 bis 1878 kam es zum offenen Krieg. Auf Kuba wurde die Sklaverei erst 1886 gesetzlich abgeschafft.
Von 1895 bis 1898 kämpfte der Poet Jose Marti gegen die spanische Kolonialmacht. Die Spanier versenkten das Schlachtschiff Maine direkt im Haven vor der Hauptstadt. Die USA griff helfend ein und leistete einen großen Beitrag, um die Spanier zu besiegen und Kuba von der Kolonialherrschaft zu befreien. 1899 unterzeichnete Kuba einen bedeutenden Vertrag. Kuba wurde zur unabhängigen Republik erklärt und die USA verpflichteten sich, Kuba zu schützen.

Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts:

Im Jahre 1901 willigte Kuba ein, dass die USA Einfluss auf die kubanische Innenpolitik nehmen durfte. Da die USA zwischen 1906 und 1920 4x intervenierten, entschloss sich Kuba 1934, das Abkommen zu veranschieden. Im Jahre 1933 kam es zum Sturz des Präsidenten. Gerardo Machado wurde von Fulgencio Batista und dessen Offizieren gestürzt. Als der Armee-Sergeant Batista 1940 Präsident von Kuba wurde, errichtete er einen korrupten Polizeistaat.

Flagge Kubas

Flagge Kubas ©iStockphoto/Zeffss1

2. Hälfte des 20. Jahrhunderts:

1956 ermutigte Fidel Castro Ruz zur Revolution. Seine wichtigsten Verbündeten waren sein Bruder Raul und der aus Argentinien stammende Arzt Ernesto Che Guevara. Da sich Batista während seiner Amtszeit als Präsident viele Grundbesitzer zu seinen Feinden machte, nahm die Zahl der Anhänger Fidels, Rauls und Che Guevaras immer mehr zu.
Im Jahre 1958 wurde die US-amerikanische Militärhilfe für die karibische Insel eingestellt. Am 1. Jänner 1959 wurde Batista ins Exil geschickt. Fidel Castro ergriff die Macht und gründete nur kurze Zeit später Militätribunale für jene, die sich seiner Regierung in den Weg stellten. Er raubte unzähligen politischen Gegnern die Freiheit.
Fidel Castro hielt sich nicht an den Militärpakt, welcher per Vertrag mit den USA festgelegt wurde. Er nannte US-Vermögen sein Eigen und beschlagnahmte es. Castro ließ landwirtschaftliche Betriebe errichten. Diese glichen den Kolchosen der Sowjetunion. Da die USA Castros Handeln nicht akzeptierten, beendeten sie am 3. Jänner des Jahres 1961 jegliche Beziehungen zur Insel. Castro verbündete sich folglich mit seinem Vorbild, der Sowjetunion. Viele Kubaner hatten Angst und waren unzufrieden und daher flüchteten sie aus Kuba.

Schweinebucht:

1961 planten einige ehemalige Inselbewohner, Kuba einzunehmen. Da dieses Vorhaben in den USA Anklang fand, unterstütze der damalige Präsident John Kennedy das Vorhaben der Exilkubaner. Als die Aufständischen am 17.4.1961 die Schweinebucht erreichten, kamen ihnen keine Einheimischen zu Hilfe. Das kubanische Militär konnte die wenigen Invasoren ohne große Anstrengung töten.

Am 1. September 1977 einigten sich Kuba und die USA auf eine geringe Anzahl an diplomatischen Beziehungen. Dies hatte zur Folge, dass kubanische Amerikaner problemlos Kuba besuchen konnten. Die Kubaner wurden unzufrieden, als sich die reichen und unabhängigen US-Amerikaner ansiedelten. Immer mehr Menschen suchten in den USA um Asyl an und Castro genehmigte rund 125.000 Kubanern die Flucht in die USA.

Kuba war an vielen Revolutionen in kommunistischen Ländern beteiligt. Als der Kommunismus 1990 abgeschafft wurde, endete auch die Hilfe der Sowjets. Eine schwere Krise folgte und erst im Jahre 1993 genehmigte Fidel Castro einige private Firmen und Unternehmen. Ab 1993 durfen die Inselbewohner auch in internationalen Währungen bezahlen und auch der Tourismus wurde angekurbelt.
Im März 1996 verschärften die USA ihr Embargo mit dem Helms-Burton-Gesetz.

21. Jahrhundert:

Bush legte 2004 im Embargo fest, dass aus Kuba stammende Amerikaner nicht mehr jedes, sondern nur mehr jedes dritte Jahr einmal nach Kuba einreisen dürfen. Da die USA auch forderte, dass kein Amerikaner in Kuba mehr als 50 US-Dollar ausgeben durfte, verbot Castro diese Währung auf der gesamten Insel.

Fidel Castro dankte am 6.Juli 2006 auf Grund einer Krbserkrankung ab und sein Bruder Raul kam an die Macht.
Zu Beginn des Jahres 2008 hatte Fidel Castro genug Stimmen, um in die Nationalversammlung gewählt zu werden. Seit dem 24.Februar 2008 ist Raul Castro Kubas Präsident.

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