Skip to main content

Die schönsten Strände auf Kuba

Flamingos, Rum, Oldtimer, Kolonialbauten, Zigarren, Zuckerrohrplantagen, Bougainvillea, Kiefernwälder, Palmen, Leguane, Mangroven und natürlich … kristallklares, türkisfarbenes Wasser mit Stränden von feinstem, weißem Sand:

Das ist Kuba mit seiner fast 5000 Kilometer langen Küstenlinie und seinen zahllosen Traumstränden. Für Ihre karibischen Tage am Meer empfehlen wir Ihnen hier die besten aller kubanischen Strände!

1. Cayo Jutías

Die Inseln Los Colorados liegen vor der Nordwestküste Kubas in der Region Pinar del Río, etwa 250 Kilometer von Havanna im Nordwesten Kubas. Neben der gerade erst für den Tourimus erschlossenen Insel Cayo Ines de Sóto, die von Puerto Esperanza erreicht werden kann, gehören zu den Colorados die Inseln Cayo Levisa, Cayo Jutías und die unbewohnten Inseln Cayos Paraiso, zu denen Bootstouren von Cayo Levisa aus angeboten werden.

Cayo Levisas Strände sind fantastisch. Den Sand säumen Kokospalmen, dicht wachsen Mangroven und Kiefern. Pelikane haben auf der Insel ein Zuhause gefunden. Cayo Levisa kann von Tagesausflüglern besucht werden, die mit der Fähre von Puerto Palma Rubio auf die Insel übersetzen.

Strand auf Kuba

Strand auf Kuba ©iStockphoto/TraceRouda

Ein Busshuttle fährt täglich Besucher von Havanna aus zur Anlegestelle. Allerdings stellt eine Hotelanlage die einzig verfügbare Infrastruktur für Cayo Levisa bereit und ist daher in puncto Verpflegung weitestgehend unumgehbar. Wer vor der Wahl steht, Cayo Levisa oder Cayo Jutías zu besuchen, sollte sich für die Insel Cayo Jutías entscheiden! Von Viñales aus erreicht man Cayo Jutías nach etwa 60 Kilometern über einen Damm durch das Meer. Cayo Jutías ist eine paradiesisch verlassene Insel, deren Strand mit dem feinen Sand, dem türkisfarbenen Wasser und die ins Meer wachsenden Mangroven fast prototypisch für den idealen karibischen Strand ist.

Fischer gehen auf die Jagd nach Hummern, Schwämmen und Austern. Nur wenige Reisende nehmen sich die Zeit, hierher zu kommen. Aber der unvergessliche Tagesausflug lohnt die längere Anreise. Wer möchte, kann hier in aller Ruhe untätig im feinkörnigen Sand liegen, über das klare Wasser blicken und einfach in der Ruhe der karibischen Palmen versinken, die über dem Kopf in der Brise wippen. Das Korallenriff, auf dem die Inseln liegen, ist aber auch ein spektakuläres Expeditionsgebiet für Taucher. Das Restaurant Cayo Jutías bietet Tauch- und Schnorchelausrüstung zur Miete an, sodass man sich ganz nach Belieben ins glitzernd blaue Meer vertiefen kann.

2. Cayo Coco

Der König von Spanien erklärte den Archipel in der heutigen Region Ciego de Ávila mit seinen Inseln Jardines del Rey zu den „Gärten des Königs“. Auf einer Länge von mehr als 400 Kilometern liegen hier die Korallenriffe vor der Nordküste Kubas. Cayo Coco ist eine Insel, die erst seit 1990 durch einen 27 Kilometer langen Damm erschlossen wurde und zuvor nur auf dem Seeweg erreicht werden konnte.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren auf der Insel vor allem Flamingos und die scharlachroten Ibisse anzutreffen, die von den Kubanern „Cocos“ genannt werden und der Insel ihren Namen gaben. Die Insel Cayo Coco ist von dichtem Grün und Mangrovenwäldern überzogen. An der Nordküste des Eilands liegen die breiten, weitläufigen und unberührten Strände Playa Flamencos, Playa La Jaula und Playa Prohibida. Hier kann man auch mit dem Pferd am breiten Strand entlang reiten.

Auf dem Weg ins Meer, bleibt das Wasser über Hunderte Meter seicht. Der sandige, weiche Boden fällt fast unmerklich langsam unter der türkisfarbenen Wasseroberfläche ab. Das „Diving Center“ der Insel bietet Touren zu verschiedenen Korallenriffs unterschiedlicher Tiefe an. Auf Tauchgängen, die zum Teil durch Tunnelsysteme führen, können Schwämme in den verschiedensten Formen und Farben, glitzernde, langflossige Skalare, Wasserschildkröten, Korallenfische, Barrakudas und mitunter sogar die eher scheuen und daher für Menschen ungefährlichen Riffhaie beobachtet werden.

3. Cayo Guillermo

Die kleinere Insel Cayo Guillermo im Westen zieht vor allem Taucher und Hochseefischer an, die hier ideale Bedingungen für die Jagd nach den gescheckt leuchtenden Zackenbarschen oder Knochenfischen vorfinden.

Ernest Hemingway, der seine Liebe zu Kuba in der Person des kubanischen Fischers Santiago in „Der alte Mann und das Meer“ verewigte, liebte Cayo Guillermo. In seinem Roman „Inseln im Strom“ bleibt die Koralleninsel daher nicht unerwähnt. Der Strand Playa Pilar, von dem die Katamarane bei ihren Fahrten von Cayo Guillermo ablegen, ist heute nach Hemingways Jacht benannt. Cayo Guillermos weißer Pulversand wurde zur höchsten Düne der karibischen Inseln verweht. 15 Meter ragt sie in die karibische Luft.

Der Zugang zu den Inseln ist nur Touristen, Hotelangestellten und der kubanischen Polizei gestattet. Daher wird die Vorlage von Ausweisdokumenten verlangt und überprüft, wenn man den Steindamm befahren will, der die Inseln mit dem Festland verbindet. Zwischen Cayo Guillermo und Cayo Coco setzt sich der Damm fort, sodass man beide Inseln in einer Ausflugstour besuchen kann.

4. Cayo Saetía

Wer Rachel Kushners Buch „Telex aus Kuba“ gelesen hat, wird sicher auch Cayo Saetía besuchen wollen. Genau wie im historischen Kubaroman der Amerikanerin beschrieben ist diese Bucht, die etwa 115 Kilometer nördlich von Santiago de Cuba in der Region Holguín im Südosten Kubas liegt, ein karibisches Idyll mit einem Strand so glitzernd, als habe man Diamanten darin gemahlen.

Cayo Saetía liegt in der Provinz Holguín und ist über einen Damm mit dem Festland verbunden. Täglich fahren Katamarane die Insel an, die Heimat wilder Antilopen, Gazellen, Rothirsche, Zebras, Strauße und Pfauen ist. Sie leben im dichten Wald, der die Insel bedeckt. Auch die munteren Trogone, gefiederte Nagelschnäbler mit ihren leuchtend blau umrandeten Augen, sind dort anzutreffen. Die Insel ist ein Paradies für Vögel, von denen alle heimischen Arten des kubanischen Archipels hier anzutreffen sind. Wer eine Fotosafari um echte Waffen zur Jagd auf das Wild ergänzen möchte, kann das hier tun. Die Hotelgruppe Gaviota, die Cayo Saetía betreibt, bietet Safaris an.

Allerdings ist das Jagen nur unter strengen Auflagen erlaubt, damit das natürliche Lebensumfeld der dort lebenden Tiere keinen Schaden nimmt und der Bestand der heimischen Arten nicht zu sehr dezimiert wird. Das Unternehmen Gaviota, das dem kubanischen Staat gehört, kontrolliert so, dass die ursprüngliche Flora und Fauna bestmöglich erhalten bleibt.

Da das Gelände kontrolliert wird, müssen Besucher ihren Pass bereithalten und vorzeigen, um Zutritt zu erhalten. Der Besuch der Bucht ist dann auch für Besucher möglich, die mit dem Auto anreisen und keine Hotelgäste sind. Auf der Insel gibt es ein Hotel mit einem Dutzend Bungalows. Zur Hotelanlage gehört ein Restaurant, das auch für Tagesausflügler zugänglich ist.

Taucher können im kristallklaren Wasser das Korallenriff ergründen, das vor der Küste der Region Holguín verläuft. An der Küste vor Holguín, am Strand Bahia de Barray war übrigens Kolumbus der offiziell erste Europäer, der hier am 28. Oktober 1492 dachte: „Ich habe keinen schöneren Ort je gesehen.“

5. Playa Maguana

Die Region Guantánamo, etwa 260 Kilometer von Santiago de Cuba im Südosten Kubas gehört zu den ursprünglichsten Gegenden Kubas. In vielen Regionen ist den Einheimischen der Besuch von Strandabschnitten, die für Touristen reserviert sind, nicht möglich. Hier ist das anders. An der Ostküste Kubas sind die Strände allen Kubanern zugänglich. Die wunderschöne Playa Maguana in der Bucht Bahia de Cayoguaneque bei Baracoa, ungefähr 20 Kilometer von der Stadt entfernt, wird daher von Kubanern gerne besucht. Dieser Strand ist nicht hermetisch abgeschlossen. Sogar Schweine und Hühnerlaufen frei an der Playa Maguana über den weißen, feinen Sand. Wer Kuba von seiner authentischsten Seite erleben möchte, wird hier prägende Eindrücke sammeln können.

Mit einem Boot kann man von Playa Maguana aus ein nahgelegenes Riff erschnorcheln. Das Riff sorgt auch dafür, dass in der Bucht von Cayoguaneque kaum Wellengang herrscht. Von Baracoa aus ist der weiße Sandstrand auch mit einem Fahrrad gut erreichbar.

Baracoa ist eine immens grüne Stadt, die zwischen einer dschungelartigen Landschaft und dem Meer liegt. Nicht weit entfernt thront der fast 600 Meter hohe Tafelberg El Yunque umgeben von Bergen und Hügeln, durch die klare und fischreiche Bäche zum Meer hinabfließen. An der Mündung eines dieser Flüsse liegt auch die Playa Duaba, ein weiterer langer und fantastischer Strand, an der die Wellen etwas heftiger an die Küste schlagen.

6. Punta Francés

Die Isla de la Juventud im Golf von Batabanó südlich der Hauptinsel wurde früher auch „Kieferninsel“ genannt. Von Batabanó, das von Havanna aus auch mit dem Bus günstig erreichbar ist, kann zur Insel mit der Fähre übergesetzt werden. Die Isla de la Juventud ist ein Wasserparadies, das Vorbild für Robert Louis Stevenson Abenteuerroman „Die Schatzinsel“ war. Angeblich haben hier jahrhundertelang Piraten ihre Schätze versteckt. In der Tat liegen vor der Insel auf dem Meeresgrund viele Schiffwracks, die von mehreren Tauchstationen aus vor dem Kap Punta Francés erkundet werden können.

Noch immer handelt es sich bei der „Isla“, wie sie von den Kubanern genannt wird, um ein besonderes Juwel. Die Hauptstadt der Insel Nueva Gerona ist ein eher verschlafenes Nest, in deren Nähe sich mehrere Strände mit flach abfallenden Stränden befinden.

7. Playa de Tortuga

Ist die Isla de la Juventud die Erfüllung des Traums von Kuba für Individualreisende, die sich auf abgelegenen Pfaden bewegen oder an entlegenen Stellen tauchen und auch gerne einmal überraschen lassen wollen, zeigt Cayo Largo del Sur, die kleinere Insel des Canarreos-Archipels, das akkurate Posterbild vom Paradies. Cay Largo del Sur, seine Hotels und Strände erfüllen fast klischeehaft alle Erwartungen an einen unbeschwerten und komfortablen Karibikurlaub.

Cayo Largo del Sur liegt 120 Kilometer südlich der Isla de al Juventud. Seit der Erschließung der Insel ab 1980 wurde sie maßgeschneidert auf die Erwartungen und Bedürfnisse der ausländischen Besucher als touristisches Zentrum entwickelt. 25 Kilometer lang erstrecken sich die perlweißen Strände entlang der Küste, an denen Hotels der Topklasse erbaut wurden.

Weil es hier viele Schildkröten gibt, die in den Sommermonaten zum Brüten an die Strände der Cayo Largo del Sur kommen, wird einer der bekanntesten Strände der Insel Playa de Tortuga („Schildkrötenstrand“) genannt. Außerdem leben hier Flamingos und Leguane. Das Eiland mit seiner faszinierenden, tropischen Fauna und Flora ist ein gut behüteter Garten Eden, der keine Wünsche an Luxus offen lässt.

8. Playas del Este

Die Playas del Este liegen in direkter Nähe zu Havanna und sind in einer Dreiviertelstunde Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Vom Parque Central in Havanna fahren regelmäßig Busse zu den Stränden vor der Hauptstadt.

Natürlich übernehmen auch private Fahrer gerne den Transport in einem Oldtimer und verlangen dafür einen vergleichbaren Preis. Jederzeit kann man also die Hauptstadt verlassen, um sich an die Strände in Stadtnähe zur Erholung zurückzuziehen. Diese Gelegenheit nutzen auch die Kubaner wenn sich ihnen die Gelegenheit bietet. Gerade am Wochenende und während der Sommerferien im August und September ist daher vor allem Bacuranao, der nächstgelegene Strand, gut besucht. Unter der Woche geht es meistens ruhiger zu. Jeder findet hier den idealen Platz zum Ausspannen: Wer bereit ist, ein paar Schritte zu gehen, wird schon bald einen abgelegenen Platz unter Palmen finden.

Wer gerne einen Liegestuhl mieten möchte oder in einem kleinen Restaurant essen gehen will, findet auch dazu das passende Angebot und kann leckeren Fisch essen. Trotz der Nähe zur Hauptstadt stehen die Playas del Este den anderen Stränden Kubas an Schönheit in nichts nach.

9. Cayeria del Norte

Die Cayeria del Norte ist eine Inselwelt des Sabana-Camagüey-Archipels zu dem die Inseln Cayo Las Brujas, Cayo Ensenachos, Cayo Francés, Cayo Fragoso, Cayo Cobos, Cayo Ensenachos und die Cayo Santa María gehören. Erreichbar ist die Cayeria del Norte über einen 48 Kilometer langen Damm, der an der Küste vor Remedios beginnt und sich durch das Meer zu den Inseln zieht. Die Strände dieser Inseln sind noch kaum von und für Touristen erschlossen und entsprechend unberührt und von ursprünglicher Schönheit.

Kaum zwei Kilometer breit, sind diese Inseln sichtbar gewachsene, lange Sandbänke im glitzernden Blau. Auf der Insel Cayo Santa Maria ist der Sandstrand über elf Kilometer lang. Stundenlang kann man hier barfuß durch den feinen, weißen Pulversand am glasklaren Meer entlang laufen. Seesterne und Gelbschwanzmakrelen mit ihren leuchtend gelben Flossen, die in den karibischen Tropengewässern heimisch sind, sind auch ohne Taucherbrille im fast transparenten Blau zu sehen. Wer sich weiter hinaus und hinab wagen möchte, kann von vielen Plätzen der Cayo Santa Maria im tiefen Blau der karibischen Unterwasserwelt auf Tauchstation gehen, um später wieder im weichen Sand Sonne zu tanken.

Top Artikel in Kuba